Wie entstand die Idee zu Ihrer Galerie?
Ich bin selber Künstlerin und weiß, was Künstler wollen, wie sie empfinden, welche Sorgen und Nöte sie haben. Meine Intention dabei war: Ich wollte mit einer Galerie für zeitgenössische Kunst einen Ort der Begegnung für Künstler und eine Ausstellungsplattform für förderfähige Künstler schaffen. Also, interessante Künstler und bezahlbare Kunst für ein kunstinteressiertes Publikum.
Wie definieren Sie Kunst?
Kunst ist subjektiv, die Werke müssen mich in erster Linie berühren, sie müssen mich in ihren Bann ziehen. Der Künstler muss seinen eigenen Stil und seine Technik gefunden haben, er muss den Betrachter mit seinen Werken beeindrucken, ihn fesseln, unverkennbar sein.
Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihre Künstler aus?
Ob er von der Kunstakademie kommt oder Autodidakt ist, spielt nicht in erster Linie eine Rolle bei der Auswahl. Der Künstler mit seinen Werken muss markant sein. Sie müssen einen Wiedererkennungswert haben, eine individuelle Technik und eine Handschrift tragen. Ich verlasse mich da ausschließlich auf mein Bauchgefühl. Was aber nicht heißt, dass ich die Künstlerauswahl alleine entscheide. Wir sind ein Team von kunstkompetenten Personen, die wunderbar und erfolgreich zusammenarbeiten.“
Sie malen auch selbst, was beflügelt Sie dazu?
Den Antrieb für meine Werke finde ich unter anderem in der Natur - durch die buddhistische Lebenseinstellung, die ich immer wieder aufs Neue zu leben und zu verwirklichen versuche. Ich verlasse mich beim Malen auf meine eigene Emotion und setze diese dann intuitiv in meine eigene Bildsprache um.
Weitere Informationen:
www.corneliawalter.com
Titelbild: Cornelia Walter. Foto: people + culture/Saskia Wehler