
In der Zugspitz-Region nehmen die Frauen Strapazen auf, um ihren Liebsten zu beeindrucken. In mühevoller Arbeit zieren sie die Hosenträger ihrer Schätze mit kunstvollen Motiven. Ein Brauch, dessen Wurzeln nicht eindeutig geklärt sind, der aber sogar bei den Teenagern der Region "in" ist.
"Viele junge Mädchen sticken ihren Freunden auch heute noch diesen ganz besonderen Liebesbeweis", sagt Elisabeth Jocher, die in Garmisch-Partenkirchen das Fachgeschäft für Handarbeiten "Nähmaschinen Jocher" betreibt. Hier bekommen blutige Anfängerinnen Tipps und Anleitungen für den halben Kreuzstich, der "kinderleicht zu lernen ist". Manche Stickerinnen verewigen sich mit ihren Initialen auf den Riemen. Die meisten zieren die traditionellen Träger jedoch mit alpenländischen Motiven wie Enzian, Edelweiß und Alpenrose, dem heimischen Wappen oder dem bayerischen Löwen. Bis zu mehreren hundert Euro muss ein Mann übrigens für handgestickte Hosenträger zahlen, wenn er keine Liebste hat, die ihm welche stickt.
Eine Auswahl kunstvoller Hosenträger gibt es auch im Werdenfels Museum in Garmisch-Partenkirchen zu bewundern, wo Besucher in die Welt der Trachten und Traditionen am Fuße der Zugspitze eintauchen können.
Weitere Informationen:
www.zugspitz-region.de
(Der Link wurde am 14.02.2009 gestetet.)