
Wer sich über die Mörderischen Schwestern informieren will, findet unter der neuen Adresse neben einer kompletten Biografie und Bibliografie aller Mitglieder auch eine Datenbank mit Krimiveranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Informationen zur Geschichte der Mörderischen Schwestern, Pressemeldungen und Auszüge aus dem Newsletter. Im internen Bereich finden die Krimifrauen unter anderem eine Datenbank mit Expertinnen, Fachliteratur, Adressdaten und Nachrichten über regionale Treffen.
"Wir sind eine gemeinnützige Gruppierung mit großer Vielfalt. Zu unseren inzwischen über 300 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören nicht nur Krimiautorinnen, Leserinnen und Fachfrauen aus der Buchbranche, sondern auch Spezialistinnen aus dem kriminologischen, juristischen, medizinischen, psychologischen und journalistischen Bereich", sagt Beatrix M. Kramlovsky, die derzeit amtierende Präsidentin der Mörderischen Schwestern. "Der Netzwerkgedanke ist uns sehr wichtig. Unsere Stärke liegt im unentgeltlichen Engagement vieler", so die österreichische Schriftstellerin weiter.
Weil der Netzwerkgedanke nicht vor Grenzen halt macht, haben sich die Mörderischen Schwestern sehr bewusst für eine EU-Endung ihrer Internetadresse entschieden. "Die eu-Endung weist auf die grenzüberschreitende Offenheit unseres Autorinnennetzwerks hin", betont Beatrix M. Kramlovsky. "Deshalb gibt es auf unserer neuen Website auch Informationen auf Englisch, Französisch, Italienisch, Schwedisch und Portugiesisch und wir können in diesen Sprachen auch korrespondieren." Weitere Übersetzungen sollen folgen.
Wie vielfältig und qualitativ hochwertig die Romane und Erzählungen deutschsprachiger Krimiautorinnen sind, konnten Fans auch live erleben. Im Rahmen des größten deutschsprachigen Krimifestivals Criminale trafen sich im April gleich 14 Mörderische Schwestern zu einer gemeinsamen Lesung in der Pfalz. "Mord im Minutentakt" lautete das Motto von Jutta Profijt, Sabine Thomas, Ingrid Schmitz, Nina Schindler, Mila Lippke, Ulla Lessmann, Susanne Schubarsky, Sabina Naber, Jutta Motz, Almuth Heuner, Friederike Schmöe, Gisa Klönne, Susanne Mischke und Sabine Deitmer. Eine Eieruhr auf der Bühne sorgt dafür, dass keine Autorin ihre sechsminütige Lesezeit überzog. Die österreichische Schriftstellerin Beate Maxian moderierte. Bereits auf der letztjährigen Criminale in Koblenz war die Ladies Crime Night der Mörderischen Schwestern ein großer Erfolg.
Das Krimiautorinnen-Netzwerk Mörderische Schwestern wurde 1996 in Frankfurt ins Leben gerufen, damals noch als deutschsprachige Untergruppe der amerikanischen Sisters in Crime. Ziel war und ist es, der Diskriminierung von Frauen im Krimigenre entgegenzuwirken und sich gegenseitig zu unterstützen. Heute zählen zur deutschsprachigen Gruppe rund 300 Autorinnen und Förderinnen des Frauenkrimis, darunter so renommierte Schriftstellerinnen wie Ingrid Noll, Sabine Deitmer, Susanne Mischke, Edith Kneifl und Milena Moser.
Weitere Informationen:
www.moerderische-schwestern.eu
(Der Link wurde am 14.06.2007 getestet.)