
"Chatten gehört zu den beliebtesten Aktivitäten von jungen Menschen im Internet. Allerdings sind Übergriffe wie sexuelle Belästigungen dabei keine Seltenheit. Kinder und Jugendliche müssen deshalb lernen, kritisch und im Zweifel auch mit einer gesunden Portion Misstrauen an die Foren heranzugehen. Sicherheitsregeln gehören im Chat zum kleinen Einmaleins." Mit diesen Worten stellte Bayerns Familienministerin Christa Stewens in München zwei Infoflyer vor, in denen jungen Menschen sowie Eltern und Pädagogen Tipps zum sicheren Chatten gegeben werden.
"Kinder und Jugendliche sollen nicht zu viel Persönliches von sich preisgeben: ein Chat sollte nur mit einem Fantasienamen - einem sog. 'Nickname' - besucht werden. Auch sonstige persönliche Daten wie Alter und Wohnort sind tabu! Verabredungen mit Chat-Bekanntschaften sollten am besten gar nicht, allenfalls in Begleitung der Eltern erfolgen", empfahl Stewens den jungen Menschen. "Es gibt aber nicht nur 'schwarze Schafe' unter den Anbietern. Der Kinder-Chat von 'seitenstark.de' ist ein gutes Beispiel für einen sicheren Chat" erläuterte die Ministerin.
Eltern forderte Stewens auf, gemeinsam mit ihren Kindern passende Chats auszusuchen. "Eltern sollten informiert sein, in welchen Chats sich ihre Kinder bevorzugt bewegen. Sicherheitsstandards, wie zum Beispiel die Begleitung durch Moderatoren, die als Ansprechpartner und Aufpasser aktiv sind, sollten beachtet werden. Eltern sollten auch Interesse an den Chat-Aktivitäten ihrer Sprösslinge zeigen und Kinder dazu ermuntern, auch über unangenehme Erfahrungen im Netz zu sprechen. "Sexuelle Belästigungen oder auch das Zusenden pornographischer Inhalte dürfen nicht toleriert werden: eine Information an den Chat-Anbieter und möglicherweise eine Anzeige bei der Polizei können notwendig sein", ergänzte Stewens.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Die beiden neuen Infoflyer "Wollen wir chatten? - Ja sicher!" sowie "Chatten ohne Risiko? - Was Eltern und Pädagogen wissen sollten" können unter www.stmas.bayern.de/familie/kinderschutz/chatten.htm herunter geladen oder im Sozialministerium (Tel.: (089) 1261-1660) bestellt werden.
Hintergrund: Die Flyer wurden durch die länderübergreifende Stelle jugendschutz.net mit finanzieller Förderung durch das Sozialministerium erstellt. Über die Arbeitsweise von jugendschutz.net, die im Internet im Interesse der Einhaltung des Jugendschutzes auf ´Patrouille´ geht, informiert ein weiterer Flyer, der unter
www.stmas.bayern.de (PDF)
abgerufen werden kann.
(Der Link wurde am 18.08.2006 getestet.)