München. - Ohne Sonne gibt es kein Leben. Aber das Leben mit unserem Stern bedarf eines bewussten Umgangs. Sonst kann unsere Haut großen Schaden nehmen.
Jetzt im Frühling sind wir „sonnenentwöhnt“. Sonnenstrahlen treffen zunehmend intensiver auf bürobleiche Haut und sogar bei bewölktem Himmel ist niemand vor UVA-, UVB- und Infrarot-A-Strahlen geschützt. Unsere Haut aber braucht Schutz, egal, wo und wann (außer nachts natürlich) wir uns im Freien aufhalten, denn auch die zunehmende Luftverschmutzung strapaziert die Haut.
90 % der sichtbaren Hautalterung, aber auch der „Hyperpigmentierung“, wozu die unerwünschten Altersflecken zählen, ist auf Sonnenstrahlung zurückzuführen.
Ob wir nun Beachvolleyball spielen, auf Almen wandern, im Café entspannen, auf Balkon und Terrasse im Bikini sonnenbaden oder im Garten arbeiten, wir müssen uns also unbedingt vor UVA-, UVB- und Infrarot-A-Strahlen schützen. UVA-Strahlen sind langwellig, dringen tief in die Haut ein und erzeugen Freie Radikale. UVB-Strahlen sind kurzwellig und sind Hauptauslöser für Sonnenbrand. Die von der Sonne ausgesendeten Infrarot A-Strahlen dringen ebenfalls sehr tief durch sämtliche Hautschichten, rufen oxidativen Stress hervor und fördern Falten und Runzeln.
Wasser und Sand legen bei der Sonnenbrandgefahr „noch eins drauf“ – sie reflektieren die Strahlenbelastung. Das gilt übrigens für Wasser allgemein, also für das städtische Schwimmbad und den privaten Pool ebenso wie für See und Meeresstrand. Wasser verstärkt die Wirkung um bis zu 90 %! Vermehrte Vorsicht ist auch im Gebirge geboten. Die Intensität der UV-Strahlung nimmt pro tausend Höhenmeter um ca. 10 % zu.
Unentbehrliche Sonnenbrillen
Stets im Blick sollten die Augen behalten werden. Wer die Augen nicht schützt, riskiert bleibende Schäden an Hornhaut und Netzhaut. Beim Kauf einer Sonnenbrille – am besten beim Optiker - sollte man braun oder grau getönte Gläser bevorzugen. Auch die Größe spielt eine Rolle. Bei kleinen, runden Gläsern kann UV-Licht von der Seite in die Augen eindringen. Angaben wie „UV400“, „100 Prozent UV“ oder das „CE-Zeichen“ helfen bei der Kaufentscheidung.
Für Menschen mit heller und empfindlicher Haut empfiehlt sich Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor (LSF) 3o oder 50 plus. Menschen mit von Natur aus stärker pigmentierter Haut kommen mit LSF 20 aus, sofern sie nur kurze Zeit in der Sonne verweilen und nicht den ganzen Tag am Strand verbringen. Im Zweifel ist stets der höhere Schutz zu wählen.
Wirkungsvollen Schutz vor den unerwünschten „Nebenwirkungen“ des Sonnengenusses bieten Produkte, die das gesamte Strahlenspektrum abdecken.
Die Auswahl ist groß. Es gibt Sonnencreme, -milch, -gel, -spray. Alle Mittel sollten großzügig aufgetragen und mehrmals am Tag erneuert werden. Schwimmen, Schwitzen und Abtrocknen sowie das Reiben der Kleidung auf der Haut verringern die Schutzwirkung.
Grundsätzlich ist die Haut überall zu schützen, nicht vergessen werden dürfen die Ohren und die „Sonnenterrassen“ Nase und Oberlippe, der Hals, das Dekolleté sowie die Kopfhaut, vor allem bei Männern mit Glatze oder schütterem Haar.
Praktischerweise gibt es Make-up mit integriertem Sonnenschutz. Wer lieber „klassisches“ Make-up auftragen möchte, verwendet das Sonnenschutzpräparat nach der Tagespflege, aber vor dem Make-up. So hat dann alles seine haut- und sonnenfreundliche Ordnung.
Mut zum Sonnenhut!
Schick und praktisch zugleich sind Sonnenhüte für die Damen und Kappen für die Herren. Kinder sollten grundsätzlich ein Hütchen tragen. Sie sehen damit nicht nur süß aus, sie werden so auch vor der „lieben Sonne“ bewahrt.
Achtung: Babys und Kleinkinder dürfen während der ersten zwölf Monate generell nicht direkter Sonne ausgesetzt werden.
Ab
dem zweiten Lebensjahr darf der Nachwuchs für kurze Zeit – nie zur
Mittagszeit! – in die Sonne.
Der Industrieverband
Körperpflege und Waschmittel IKW informiert, dass in den ersten 18
Lebensjahren der Mensch bereits 75 % der Dosis des ganzen Lebens an
UV-Strahlung abbekommen hat: „Jeder Sonnenbrand im Kindesalter
erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken“.
Kinder sollten im Freien mit langärmeliger Kleidung, Sonnenhütchen und Mitteln mit mindestens LSF 30 geschützt werden.
Textilien können vor Sonne schützen, aber nur, wenn sie dick genug und dicht gewebt sind. Transparente Stoffe lassen einen Teil der Strahlen durch. Baumwolle absorbiert die UV B-Strahlen kaum. Gewebe aus Polyester gewähren besseren Schutz. Dunkle und weite Kleidung schützt besser als enge und helle.
Autorin: Doris Losch
Weitere
Informationen:
www.tag-des-sonnenschutzes.info
www.ultrasun.com/de-CH/sun-account
www.dadosens.com
www.unteregger.it
www.eucerin.com
www.haut.de/service/lsf-tipp