Brikada - Magazin für Frauen

Brikada

München: Gratulation an Dr. Gertrude Krombholz zum 80.

13.07.2013

Ude fügt hinzu: „Unvergessen ist Ihre organisatorische und fachliche Mitarbeit als Chefhostess bei den XX. Olympischen Sommerspielen 1972 in München sowie 1976 in Innsbruck und 1980 in Lake Placid. Als Leiterin unzähliger Seminare und Lehrgänge für Gymnastik und Tanz haben Sie gerade im Behindertenbereich viele neue und entscheidende Impulse gesetzt und Geschichte geschrieben. Sie sind die ‚Mutter’ des integrativen Rollstuhltanzes, den Sie mit souveräner Fachkompetenz ursprünglich als Hochschulsport an der Technischen Universität München (TUM)
entwickelt haben.

Mit großem Engagement haben Sie für die weltweite Verbreitung dieser Sportart durch die Gründung entsprechender Fachverbände im In- und Ausland gesorgt und damit dauerhafte Strukturen geschaffen. Höhepunkt und Krönung Ihres unermüdlichen Einsatzes war die
Anerkennung von ‚Wheelchair Dance’ als paralympische Sportart im Jahr 1997.

Erwähnen möchte ich noch unter den vielen Projekten, die Ihre Handschrift tragen, die international auftretende Tanzgruppe der ‚Münchner Moriskentänzer’, die Sie anhand überlieferter Quellen 1976 ins Leben gerufen haben und die noch heute das Kulturleben der Landeshauptstadt München bereichern.

Mit berechtigtem Stolz können Sie an Ihrem Jubiläumstag auf Ihr Lebenswerk zurückblicken. Zahlreiche Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz am Bande, der Bayerische Verdienstorden und die Verleihung des Goldenen Ehrenrings der Stadt München beweisen die Wertschätzung, die Sie aus dem In- und Ausland erhalten. Die Einrichtung der Stiftung zur Verleihung des Dr. Gertrude Krombholz-Preises zur Förderung wissenschaftlicher und künstlerischer Projekte in Tanz, Bewegung und Fitness an der TUM zeichnet Sie darüber hinaus als herausragende Persönlichkeit aus.
Ich wünsche Ihnen für die Zukunft weiterhin alles erdenklich Gute, Gesundheit
und Wohlergehen.“
(Quelle: Rathaus Umschau, vom 12. Juli 2013, Ausgabe 131)


Bildtext: Dr. Gertrude Krombholz. Archivfoto (Detail): TUM